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Inside Medical Technology

11. - 12. April 2018 // Nürnberg, Germany

Dieses Programm bieten MT-CONNECT und MedTech Summit 2018.

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Implantat-Technologien

Oberflächengestaltung von Implantaten mittels Plasmatechnologie Vortragssprache Deutsch Simultanübersetzung Englisch

In der Medizintechnik eignet sich die Plasmatechnologie zur Erzeugung biorelevanter Oberflächeneigenschaften von Implantaten. Der Vortrag zeigt die Möglichkeiten plasmabasierter Verfahren, die Grenzfläche zwischen Biomaterial und Zelle gezielt zu modifizieren. Ergebnisse zur Oberflächenveredelung sowohl von Metallen als auch Polymeren und einen Ausblick für zukünftige Anwendungen werden gezeigt.

Entscheidend für die Integration eines Implantates oder Knochenersatzmaterials in dem Körper ist die schnelle Akzeptanz durch das umgebende Gewebe. Dabei spielt die Grenzfläche zwischen Biomaterial und Knochen eine entscheidende Rolle. Insbesondere Oberflächeneigenschaften wie beispielsweise die Rauheit, die chemische Zusammensetzung der Oberfläche und daraus resultierend die Ladung der Oberfläche sind für die Wechselwirkung von Zellen mit Implantaten von großer Bedeutung. Eine zielgerichtete Optimierung der Adhäsion, der Migration und der Proliferation von körpereigenen Zellen auf den Grenzflächen sollte ein schnelleres Einwachsen, ein vermindertes Infektionsrisiko und eine Erhöhung der Standfestigkeit eines Implantates bedingen. Technologische Plasmen eignen sich wegen ihrer hohen chemischen Reaktivität und der niedrigen Gastemperatur für den Einsatz im medizinischen Bereich wie z. B. für die Oberflächenbehandlung. Sie ermöglichen auf einzigartige Weise, Oberflächen von unterschiedlichen Materialien wie Metallen, Keramiken, Polymeren und Textilien gezielt, schnell und umweltschonend zu verändern. Im Bereich der Endoprothetik werden solche Plasmen zur Erzeugung rauer Titanoberflächen genutzt und sind dort seit vielen Jahren etabliert. Die Möglichkeiten zur Oberflächenveredelung sind aber deutlich weitreichender. So können Oberflächen mit Fremdatomen angereichert, mit einer Monolage spezieller Moleküle ausgerüstet oder mit einer Schicht im µm-Bereich bedeckt werden. Dies beinhaltet antimikrobielle Oberflächen, auf denen selbst multiresistente Keime zu mindestens 99 % inaktiviert werden, wobei körpereigene Zellen nach wie vor sehr gut auf dieser Oberfläche proliferieren. Dem gegenüber stehen zellanziehende Oberflächen, die innerhalb weniger Minuten ihre volle Wirkung entfalten und zu einer 3-fach erhöhten Zelladhäsion nach 5 min und einem 2-fach erhöhten Zellwachstum nach 30 min Inkubation führen.

--- Datum: 11.04.2018 Uhrzeit: 10:25 Uhr - 10:50 Uhr Ort: Saal Brüssel II, NCC Mitte

Sprecher

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Dr. Katja Fricke

Forschungsschwerpunktleiterin "Bioaktive Oberflächen" / Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.

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