Inside Medical Technology

11. - 12. April 2018 // Nürnberg, Germany

Dieses Programm bieten MT-CONNECT und MedTech Summit 2018.

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Erstattung und Geschäftsmodelle

Die Bewertung von neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden durch den G-BA - Vorgaben zur Sicherung der Qualität Vortragssprache Deutsch Simultanübersetzung Englisch

Der G-BA hat die gesetzliche Aufgabe, die Qualität von neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden im GKV-System sicherzustellen. Medizinprodukte bestimmen häufig maßgeblich deren technische Anwendung. Die Anforderungen an die für die entsprechenden Methodenbewertungen benötigte Evidenz kann sich von der für die Zertifizierung von Medizinprodukten unterscheiden.

Medizinprodukte bestimmen häufig maßgeblich die technische Anwendung von ärztlichen Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden. Der G-BA hat die Aufgabe die Qualität auch dieser Methoden zu bewerten, bevor sie in der vertragsärztlichen Versorgung zu Lasten des GKV-Systems erbracht werden dürfen. Prüfgegenstand sind der Nutzen, die Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu bereits in der Versorgung befindlichen Methoden.
Es obliegt den Trägerorganisationen, den Unparteiischen Mitgliedern sowie den der Patientenvertretung im G-BA entsprechende Methodenbewertungen anzustoßen. Dessen ungeachtet können seit 2012 Hersteller von Medizinprodukten beim G-BA die Erprobung von Methoden gemäß § 137e SGB V beantragen, die – nach positivem Abschluss einer entsprechenden Erprobungsstudie – in der vorgenannten Methodenbewertung münden.

Seit 2016 können auch Methoden mit Medizinprodukten hoher Risikoklassen, die im Rahmen der Krankenhausbehandlung erbracht werden können, entsprechenden Bewertungen des G-BA unterzogen werden. Dieses Verfahren wird gemäß § 137h SGB V gestartet, wenn ein Krankenhaus für eine diesbezüglich einschlägige Methode eine NUB-Anfrage stellt. Kommt der G-BA bei diesem Bewertungsverfahren zu der Erkenntnis, dass der Nutzen noch nicht hinreichend belegt ist, sie aber das Potenzial einer erforderlichen Behandlungsalternative bietet, nimmt er die Beratungen für eine Erprobung der fraglichen Methode auf; sofern selbst das Potenzial zu verneinen ist, entscheidet der G-BA über einen Ausschluss der Methode aus dem Leistungskatalog der GKV.

Die Anforderungen an die für die Methodenbewertungen benötigte Evidenz kann sich von der für die Zertifizierung von Medizinprodukten unterscheiden. Die Übernahme von Innovationen in den Leistungskatalog der GKV stellt damit eine Herausforderung für die Hersteller von Medizinprodukten dar. Im Vortrag wird Bezug auf bisherigen Erfahrungen in der Umsetzung der vorgenannten Regelungen genommen.

--- Datum: 12.04.2018 Uhrzeit: 13:25 Uhr - 13:50 Uhr Ort: Saal Brüssel I, NCC Mitte

Sprecher

Dr. Dietrich Sonntag

Dr. Dietrich Sonntag

Abteilung Methodenbewertung & Veranlasste Leistungen / Gemeinsamer Bundesausschuss

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